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Die fünfteilige Dokumentation räumt mit diesen Vorurteilen auf und zeigt die wahre Geschichte der Germanen: Sie waren freiheitsliebende, tapfere und von einem hohen Ehrenkodex getragene Stämme mit einem lebendigen Götterglauben

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Sven aus Sachsen: Die Seite ist ein Guter Anfang um alte Bräuche und Traditionen an unsere Nachkommen weiter zu geben.Also macht weiter so denn es geht um ein [...]

Edda: Den Göttern zum Gruß

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Wasserweihe

Germanische Sitten und Bräuche versuchte man während der sog. Missionierung  durch Zwangsumsiedelungen, Gesetze, Verbote und strengste Strafandrohungen, bis meistens hin zur vollzogenen Todesstrafe, auszurotten.

Gebräuche waren tief verwurzelt mit der Seele des germanischen Menschen und konnten deshalb selbst durch Gewalt kaum und selten vernichtet werden. Die chrisltichen Missionare haben darum aus taktischen Gründen die germanischen Bräuche umgewertet und teilweise  sogar übernommen.

Eines dieser Rituale ist die Taufe – die heidnische Wasserweihe.

Alternative Bezeichnungen: Lebensleite, Lebensweihe, Kindesweihe, Namensgebung


Dieses Fest entspricht der christlichen Taufe. Nur wird dabei das Kind nicht einer religiösen Organisation “vermacht”, sondern es erhält seinen (aussagekräftigen) Namen und wird in die Sippe aufgenommen. Hier liegt das germanische Verständnis zugrunde, daß ein Kind, das schon geboren ist, solange nicht zur Sippe gehört, bis es offiziell vom Vater in diese aufgenommen wurde. Traditionell hat man 9 Tage Zeit.
Aus der Wikingerzeit wissen wir, daß die Mutter das Kind nach der Geburt dem Vater brachte, der es auf Gesundheit beurteilen mußte und es annehmen oder ablehnen konnte. Kranke oder behinderte Kinder wurden damals durchaus ausgesetzt, was aber nicht zwingend war. Der Vater entschied darüber, aber das Aussetzen war nicht mehr erlaubt, wenn das Kind bereits Nahrung zu sich genommen hatte. Gundarsson beschreibt ein modernes Kindesweihesritual, das aber noch die mögliche Aussetzung des Kindes in den gesprochenen Worten führt.
Auch heute noch ist es ein schöner Brauch, wenn das Sippenoberhaupt (zumindest aber der Vater), das Kind in einem kleinen Ritual in die Sippe aufnimmt. Die Weihung mit Wasser scheint üblich gewesen zu sein, so wie auch die Christen mit Wasser taufen, wobei die Christen den Täufling komplett unter die Wasseroberfläche tauchten, während die heidnische Wasserweihe ein Besprengen mit Wasser meint. Wasser (hier mit der Rune Laguz identifiziert) steht für Reinigung. Dazu schreibt Oertel: “Dass die Wasserweihe bei Neugeborenen ein heidnisches Ritual ist, wird zunächst am indoeuropäischen Vergleichsmaterial klar, zweitens an den komplizierten Rechtsfolgen des Ritus … und drittens haben wir eine sehr unverdächtige Quelle in einem Brief Papst Gregors d. Gr. an Bonifatius, in dem über das Faktum einer bei den germanischen Heiden praktizierten ’Taufe’ lamentiert wird.”
Die Wasserweihe wird auch in Rigsmal (Rigsthula) 7 und 21 erwähnt.
Zum Namen: Anhänger der Alten Sitte sollten überlegen, dem eigenen Kind einen Namen germanischer Herkunft zu geben. Früher war es wohl üblich, den Namen erst spät zu vergeben. Man beobachtete das Kind erst gründlich und versuchte, aus seinem Verhalten einen passenden Namen zu erschließen. Das ist heute aus meldepflichtigen Gründen nicht mehr möglich. Also sucht man vorab einen Namen. Schön ist es auch, Namen verstorbener Sippenmitglieder zu vergeben. Damit lebt ein beliebtes, wertvolles Sippenmitglied in dem Kind und in der Sippe weiter (s. auch Ausführungen zu Tod und ’Wiedergeburt’). Alternativ kann man das Kind mit einem Namensteil seiner Schutzgottheit benennen, bei Thor z.B. T(h)orste(i)n oder Thorwald. Man kann auch zwei oder mehrere Namen vergeben (z.B. einen “weltlichen”, will heißen modernen, und einen “religiösen”, so daß das Kind später selbst wählen kann, wann es wie genannt werden möchte.
Aus dem bisher geschriebenen ergibt sich nun, daß man sich ein Ritual ausdenkt, das idealerweise in der Natur an einem See oder kleinen Bach stattfinden sollte. Man ruft die Götter an, bittet sie um Schutz der Familie / Sippe, opfert ihnen. Es ist unter Umständen auch angebracht, an dieser Stelle noch einmal den Nornen bzw. der Norne zu danken, die zur Geburtsstunde des Kindes anwesend war. Man kann eine spezielle Gottheit um den Schutz für das Kind bitten. Dann taucht der Vater das Kind ins Wasser und nimmt es mit einem formellen Spruch in die Sippe auf. In diesem wird auch der Name des Kindes genannt und vielleicht auch kurz erklärt.
Es kann auch Sinn machen, die christliche Sitte des Taufpaten, hier Treumund genannt, aufzunehmen. Da ursprünglich die ganze Sippe hinter einem Neugeborenen stand, war das in historischer Zeit nicht wichtig. Vielleicht ist es gerade der sippenzerreißende Einfluß des Christentums, der die Institution Pate notwendig machte. Natürlich kann es heute vor dem Hintergrund einer meist fehlenden, heidnischen Sippe als Stütze sinnvoll sein, einen heidnischen Treumund für das Kind auszuwählen, der einspringen muß, wenn die Eltern nicht mehr für das Kind sorgen könen.

(asentr.eu)

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