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Die fünfteilige Dokumentation räumt mit diesen Vorurteilen auf und zeigt die wahre Geschichte der Germanen: Sie waren freiheitsliebende, tapfere und von einem hohen Ehrenkodex getragene Stämme mit einem lebendigen Götterglauben

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Sommersonnenwende

oder wie die Christen den Heiden das Feuer stahlen…

Die Sommersonnenwende ist der Beginn des Sommers und wird seit jeher von den Menschen als mystischer Tag betrachtet oft begleitet von religiösen Riten. Hoch oben im Norden, wo im Sommer die Nächte gar nicht mehr dunkel werden (Weiße Nächte), sind Sonnenwendfeiern ungemein wichtig.
Zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende (lat: Solstitium ) auch Mittsommernacht genannt um den 21. Juni, steht die Sonne scheinbar direkt senkrecht über dem nördlichen Wendekreis der Erde. Zum Zeitpunkt der Sonnenwende steht die Sonne als Element des Feuers astrologisch im Zeichen des Krebses.
Das Ritual der Sonnenwende beinhaltete in früheren Zeiten eine zwölftägige Festzeit, was die hohe Bedeutung dieses Festes nur unterstreicht.
Große Sonnenwendfeiern finden jährlich in Stonehenge und an den deutschen Externsteinen statt.

Die Nacht der Sommersonnenwende ist die kürzeste im Jahr. Ab hier werden die Nächte wieder länger und die Tage dementsprechend kürzer, bis zum Fest der Wintersonnenwende.

sonne

Einige Bestandteile des Festes (gefunden bei:bonnensia.de)

Das Feuer stellt die Mitte des Platzes da, um das dreht sich alles. Dazu kommt als äußere Begrenzung der Schutzkreis, der je nach Geschmack und Empfinden verschieden dargestellt oder gedacht werden kann. Wichtig ist aber auch die sogenannte “Heilige Mitte”. Die Heilige Mitte ist ein Kreis mit Gegenständen und Symbolen und wird teils auch individuell ausgestaltet. Grundlage dafür ist ein rundes Tuch oder Laken (vorzugsweise eine Tischdecke) der Farbe rot. Das Ganze kann auf einem Altar oder dem Boden ausgestaltet werden. In der Mitte dieses Tuchs wird eine Kerze aufgestellt, bei den Hexen ist es meistens eine weiße Altarkerze. Drumherum werden Kreise mit Bändern, Blumen, Kräutern und persönlichen Gegenständen gelegt. Sehr schön machen sich nach natürlich Rosen oder Rosenblätter. Aber auch eigens hergestellter Schmuck oder Gebäck kann verwendet werden. Formen der Spirale gehören zur heiligen Mitte dazu.

Die Sonnenwende ist Anlass, um seine Wünsche zu äußern und seine Untaten zu vergessen. Die Sonnenwende soll auch für uns eine Wende sein in der wir die Mißstände vergessen und der Zukunft optimistisch entgegensehen. Das wiederrum hat nichts mit Beichte oder Ablegung von Sünden zu tun. Jeder hat seine persönlichen Hoffnungen und Ziele und damit auch Dinge, die ihn bei der Verwirklichung dieser Ziele im Weg stehen. Doch am Sonnenwendtag werfen wir alles von uns. Zum Bitten und Empfangen gehört natürlich auch das Danken und dafür gibt es das Feueropfer, das in verschiedener Form dargebracht wird. Kränze aus Kräutern, persönliche Gegenstände und Schriftstücke, die wir ins Feuer werfen, sollen uns von den Lastern befreien und die “Wende” in unserem Leben einleiten.

Zu alle dem gehört auch der Sprung übers Feuer. Wie schon in der Beschreibung des Beltane-Festes erwähnt, ist der Sprung über das Feuer eine symbolische Handlung. Paare springen gemeinsam über das Feuer und es gilt dabei besonders für die Bekräftigung der Verlobung. Der Sprung soll die Zukunft beider stärken und die Treue beweisen. Beim Sprung gilt aber für jeden, dass er sich hierbei etwas wünschen soll.

Es gibt nur noch ein paar wenige alte Traditionen, die bis heute fortgesetzt werden. Dazu gehört zum Beispiel das Räderrollen. Ein altes Wagenrad wird in der Mitte mit einem langen Rundholz versehen und rundherum mit einem klebrigen Material eingepinselt. In den Zwischenräumen der Speichen wird Stroh angebracht und damit wird das Rad zu einer runden “Fackel”. Das Stroh wird angezündet und an der Achsstange von zwei Mann das Tal hinuntergejagt. Dies ist auch ein alter Fruchtbarkeitsbrauch und erinnert an den Sonnenlauf. Dazu muß ich sagen, dass dieser Brauch ein großes Wagnis darstellt, da der brennende Gegenstand auf freiem Feld schnell einen Flächenbrand aulösen kann und der Funkenflug nicht kontrollierbar ist.

Ein bereits schon genannter Aspekt der Sonnenwende ist die Fruchtbarkeit, die durch bestimmte Rituale verstärkt werden kann. Viele Frauen, die schwanger werden möchten sollen in dieser Nacht möglichst wenig bekleidet durch einen Kornacker gehen und an das zukünftige Baby denken. Der Kinderwunsch wird hiermit unterstützt. Natürlich sollte man mit solchen Unternehmungen in unserer Zeit sehr vorsichtig sein, den Gefahren lauern überall. Also lieber einen einigermaßen gewohnten und sicheren Platz dafür aufsuchen und möglichst nicht alleine.

Für das Festessen sollte man sich schon ein wenig Mühe geben. Ein selbstgebackener Kuchen und ein Flasche Wein sind ein Bestandteil des Festes. Gebäck jeglicher Art ist hierbei ohnehin nicht verkehrt. Alles andere sollte man nach den Vorlieben der Gäste ausrichten.

Wie man sich vorstellen kann, war auch dieses Fest der christlichen Kirche ein Dorn im Auge und mußte selbstverständlich christianisiert werden. Hierzu bot es sich an, das Fest der Geburt von Johannes dem Täufer auf die Zeit der Sommersonnenwende zu legen. So wird schon seid frühchristlicher Zeit das Johannisfest am 24. Juni gefeiert und enthält natürlich viele heidnische Elemente. Das Johannisfeuer, Scheibenschlagen, das Feuerrad und der Tanz sind unweigerlich uralte völkische Bräuche.
Die Johannisnacht hat aber auch eine ganz andere Bedeutung: Die Hexen sammeln in dieser Nacht das Johanniskraut, ein wichtiges Heilmittel, das an Seen und Quellen niedergelegt wird.

feuer

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