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Keltischer Geburtssegen
Nach einem alten keltischen Geburtssegen.
Gleich nach der Geburt besprengte die Hebamme den Säugling und sprach dazu einen Geburtssegen
…
Ein Tröpfchen vom Vater
Auf deine kleine Stirn, mein Liebling.
Ein Tröpfchen vom Sohn
Auf deine kleine Stirn, mein Liebling.
Ein Tröpfchen vom Geist
Auf deine kleine Stirn, mein Liebling.
Dich zu beschützen
Dich zu bewahren
Dir zu helfen
Dich zu behüten
Dich zu umhüllen
Dich zu retten
Dich mit Gnade zu erfüllen
Dich mit Gnade zu umspülen.
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3 Kommentare zu „Keltischer Geburtssegen“
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Hmmmm
Waren die Kelten schon frühe Christen? Vater, Sohn und Geist klingen doch stark nach der heiligen Dreifaltigkeit.
“Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, Amen”
Und der Rest klingt auch nach nem christlichen Gebent. Bewahre und beschütze uns. Hilf uns bla bla bla.
Halt das übliche christliche “ich kann nix, ich bin nix, nun lenk mal mein Leben und keine bange, wenn du Mist machst sind deine Wege halt unerklärlich und ich werde nur noch stärker an dich glauben”
Bin auf ne Erklärung gespannt!
Beschäftigt man sich mit der Geschichte, findet man wahrlich später den christlichen Einfluss. Dieser Spruch stammt mit Sicherheit aus einer Epoche, in der die Christianisierung in fortgeschrittenem Stadium war. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass in dieser Zeit das Gemeinte verhüllt in das Gesagte war.
Hier ein kleiner Abriss:
Mit der Eroberung der Ostalpen durch die Römer (16/15.v.) wurde den heimischen DruidInnen die weitere Ausübung ihres Berufes verboten, ihr Amt und damit ihre zentrale Funktion für die Interpretation und den Bestand der keltischen Religion und Kultur durch die Besatzer offiziell abgeschafft. Bevor andererseits das Christentum im 4. Jh. zur Römischen Staatsreligion avancierte, fand es seine Verbreitung zuallererst – in scharfer Konkurrenz zum Mithras-Kult – unter den römischen Soldaten. Deren „Missionierung” geschah noch als „Werbung” und „Einweihung”. Das Früh-Christentum war aufgrund seiner einschlägigen Anhängerschaft im Römischen Reich der Spätantike zuerst auf die (wenigen) Garnisons-Städte beschränkt und blühte auch in den Alpen buchstäblich im Geheimen. Die Landbevölkerung der Ostalpen hing, wenn auch (wegen des röm. Berufsverbotes) ihrer religiösen Führer (der DruidInnen) und deren Anleitung beraubt, weiter dem Glauben ihrer keltischen Ahnen an.
Nach Kaiser Konstantin (306-337) wurde das Christentum aus schlauem Kalkül binnen kurzem Staatsreligion des Römischen Reiches – ein äußerst wirksames politisches und ideologisches Instrument der Staatsführung. Alle anderen Kulte waren nunmehr bei Todes-Strafe verboten, ihre Bauten wurden zerstört oder „christianisiert”. Das Stadt-Bürgertum passte sich nicht nur an, sondern profitierte selbst von der politischen Bedeutung der neuen Staatsreligion, die den Zugang zu Ämtern, Macht und Einfluss regulierte. Am Land lebten die keltischen Glaubens-vorstellungen zwar fort, doch mehr und mehr ohne authentische Überlieferung durch geschultes Kultpersonal.
In jeder Röm. (Provinz-) Stadt – sicher auch in Juvavum -Salzburg, dem seit keltischer Zeit mit Aquileia eng verbundenen Kultzentrum – war zu dieser Zeit ein röm.-katholischer „Bischof” installiert, der nicht nur oberster Sakral-, sondern auch oberster Zivil-Beamter war. Für die Söhne des Provinzadels war das Amt des Bischofs die Krönung der Staats-Laufbahn, des cursus honorum. Das Christentum existierte somit allerdings nur als urbanes Phänomen, als „Stadt-Christentum”. Von dessen Existenz in Iuvavum berichtet auch die Biographie des Hl. Severin, einem hohen „Beamten-Heiligen”, der gegen Ende des 5. Jh. in der Provinz Noricum im Auftrag Roms die offizielle „Abwicklung” organisierte.
Landbevölkerung hält am alten Glauben fest
Um über die Städte hinaus die Bevölkerung auf dem Land und in den Gebirgs-tälern zu „missionieren”, fehlten der spätrömischen Administration in den norischen Städten sowohl Motivation als auch Mittel und Methoden. Die Landbevölkerung wird nicht „angeworben”, sie bleibt – sofern sie nicht im Nahbereich einer röm. Villa lebt und für einen römischen Gutsherren arbeiten muss – in religiösen Dingen für die nächsten Jahrhunderte sich selbst überlassen. Ohne das ehemalige, entsprechend ausgebildete, Kultpersonal sinken die keltischen Mythen dabei zu – nach Art der „Stillen Post” überlieferten – Legenden, Sagen und Märchen herab. (…)
gerne hier bei der Quelle weiterlesen http://www.diekelten.at/christianisierung.htm
Bei allem Unverständnis gegenüber dem Christentum sollte man sich trotzdem mit den Umständen der damaligen Zeit des erzwungenen Umbruchs vertraut machen.
Zudem das “Phenomen” der Trinität, das du hier aufgreifst auch im Heidentum schon seinen Platz fand und aller Wahrscheinlichkeit nach, zur Christianisierung umgedeutet wurde:
Es geht es um die Zahl DREI an sich – unabhängig aller Richtungen.
Die DREI ist die Vollendung eines Impulses, der mit der EINS in die Welt tritt, in der ZWEI seine Polarität erfährt und mit der DREI diese wieder vereint
Leben, Tod und Wiedergeburt und die drei Gewalten der Natur: Erde, Luft und
Wasser. Der Sieg des Frühlings über den Winter (Tod und Wiedergeburt) Zeit des Pflanzens und Erntens (Sommer und Herbst – das Leben – Zeit des Säens und Erntens).
Natürlich gibt es hier auch wieder verschiedene Auslegungen.
Hilfreich und interessant dazu vielleicht auch folgender Artikel:
Die keltische 3×3-Folgerichtigkeit (Trinität): http://www.druiden-modern.ch/logik.html
Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiter helfen.
Die Götter mit dir
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