Archiv für die Kategorie „Wissenswertes“
Paganismus
Im Heidentum findet man Formen von polytheistischen Anschauungen (man kennt mehrere Götter). Die sogenannten indigenen Religionen (Naturreligionen) werden auch dem Heidentum zugeordnet.Den Begriff Heidentum oder Paganismus kann man wie folgt ableiten:germanisch: haithio
lateinisch: paganus
englisch: heathen oder pagandies läßt erkennen, daß diese Bezeichnung eigentlich soviel bedeutet, wie Landbewohner.
Dies rührt wahrscheinlich daher, daß die Christianisierung die ländlichen Regionen erst sehr spät erreichte. Daher waren diese Menschen in den Augen der Weltreligionen auch “Ungläubige”, was den allgemeinen Sprachgebrauch der Bezeichnung Heide erklären sollte.
Hiervon sollte man heutzutage aber Abstand halten, da Heiden sehr gläubige Menschen sein können.
Historiker bezeichnen Heiden deswegen in der Neuzeit viel treffender als Altgläubige.
In der Regel verbindet man Naturreligionen und Anhänger heidnischer Kulte, sowie auch Wicca mit diesem Begriff.Das germanische Heidentum war keine Glaubenslehre und man kannte auch keinen Religionsstifter. Man kannte aber sehr wohl eine Ansammlung von Sagen und Mythen. Die bekanntesten Mythen und Sagen finden sich z. B. in der Edda und in den germanischen Sagas. Bekannt aus diesen Überlieferungen sind vorwiegend: Odin, Thor, Freya, Zwerge und Riesen. Auch die Verstorbenen spielen eine durchaus wichtige Rolle und prägen die heidnischen Lehren.Im Gegensatz dazu wird die keltische Auslegung des Heidentums als eine Religion betrachtet (in der Moderne wird das keltische Heidentum irgendwo zwischen Religion und Weltanschauung eingeordnet). Das keltische Heidentum ist heute vorallem wieder sehr präsent durch die Wicca.
Artikel mit freundlicher Genehmigung von Welt deiner Sinne
Was sind Hexen
Am besten kann man sich das erklären, wenn man den Ursprung des Wortes einmal genau unter die Lupe nimmt
Ab dem Ende des 13. Jahrhunderts ist in Oberdeutschland das deutsche Wort “Hexe” nachweisbar. Hugo von Langenstein nannte in seinem Gedicht “Martina” eine übelwollende heidnische Zauberin so. Hexe leitet sich vermutlich von der germanischen Hagazussa, der Zaunreiterin, her. Die Hagazussa war aber keine Hexe, sie war eher eine Art Schamanin, die auf dem Zaun zwischen den Welten saß und sowohl in die eine, wie die andere Wirklichkeit abtauchen konnte. Erst mit der Verteufelung alles Magischen konnte aus der Hagazussa eine Teufelsbündlerin, eine Übertäterin (“Malifica”), die Hexe werden. Wahrscheinlich wurde “Hagazussa” zur “Hexe”, weil die Gelehrten des hohen Mittelalters keine Runeninschriften lesen konnten. Im Futhark-Runen-Alphabet sehen die ersten vier Runen von “Hagazussa” – Haglaz, Ansuz, Gebo, Ansuz – in etwa wie die lateinischen Buchstaben H, E, X und E aus.
(Quelle:rabenclan.de)
Weihe des Trankes
…oder warum wir uns zuprosten…
überliefert von Konrad von Megenberg
Der Weihende zeichnete mit den Fingern der rechten Hand das Hamarsmark über den Trunk. Dazu sprach er in etwa Folgends: „Thor weihe das Horn, das ich für (Name der ausgewählten Gottheit) segne“.
Der Formel folgten auf die Gottheit abgestimmte Bitten. Bei einem Odinshorn bat man dann eventuell um Sieg. Bei einem Freyr-Horn beispielsweise um gute Ernte.
Anschliessend wurde das Horn durch die Reihe gereicht und von allen gemeinsam geleert. Das Horn durfte nicht abgestellt werden, bevor es geleert war! Wem zugeprostet wurde, der musste auch mittrinken- andernfalls hätte er die Götter beleidigt.
Auf festlichen Trinkhörnern, die zu besonderen Anlässen herein getragen wurden, befanden sich meist Runen-Inschriften, wie man sie auch auf den Hörnern von Gallehus sieht.
Gib einem kleinen Kind einen Becher in die Hand und proste ihm zu!
Instinktiv wird es Dir im Gegenzug die Ehre erweisen.
Kampf gegen Rom
Im Jahr 2009 erinnern wir uns ganz besonders an die große Schlacht, die Herrmann (Armin) der Cherusker anführte und damals die Freiheit Germaniens rettete. Der Kampf der germanischen Verbündeten gegen die besten Legionen die Rom zu bieten hatte, war einer unter vielen weiteren, im Streben nach Freiheit und gegen eine Fremdherrschaft, aber seine Folgen wirken bis heute nach.
Die Hermannsschlacht (Varusschlacht, Schlacht im Teutoburger Wald) ereignete sich 9 n.Chr. wahrscheinlich in Kalkriese im Osnabrücker Land. Dies ist allerdings umstritten, da in den historischen Quellen genaue Ortsangaben fehlen.
Das Römische Reich unternahm große Anstrengungen, sich immer weiter auszudehnen und letztendlich ganz Germanien zu erobern. Es war die Begierde der Römer, die Gebiete, welche wir heute als Nord- und Nordwestdeutschland kennen, zu erobern. Hermann erlangte ein Bündnis verschiedener Germanenstämme und die Römer wurden durch ihre Niederlage im Teutoburger Wald gestoppt. Das Bündnis der Germanenstämme hatte noch Jahre nach der Schlacht Bestand. Der Einfluss der Römer blieb so nur in den südlichen Gebieten von Bedeutung – die übrigen Gebiete blieben sich selbst überlassen.
Monatsnamen & Bedeutung
HARTUNG = Januar
Monat des gefrorenen Schnees. Monat des Harsches (harter, verkrusteter Schnee)
HORNUNG = Februar
Monat des “Horens” (sich paaren) und der Fasnacht
LENZING = März
Monat mit dem Anfang langer Tage, Frühlingsbeginn
OSTERMOND = April
Monat der Osterzeit (Ostara ist die Göttin der Morgenröte und des aufsteigenden Sonnenlichts)
WONNEMOND = Mai
Monat der Freude und Lust, Sommerwonne
BRACHET = Juni
Monat in dem das Land gepflügt wird – die Brache wird umgebrochen
HEUERT = Juli
Monat der Heuernte
ERNTING = August
Monat der Getreideernte
SCHEIDING = September
Monat der Obsternte, Abschied vom Sommer
GILBHART = Oktober
Monat des Welkens (Vergilbens) der Blätter
NEBELUNG = November
Monat des Nebels und Winterbeginn
JULMOND = Dezember
Monat des Julfestes und der zwölf Weihe- oder Rauhnächte











