Archiv für die Kategorie „Gedichte“
Gesang der Steine
Wir haben Feuer und Wasser gesehen,
Wind und Erde gespürt.
Das Spiel der Gnomen gespielt.
Die Klänge des Universums gehört.
Die Nornen weben unser Leben.
Taudiamanten schmücken unsere Falten.
Des Sonnengottes tausend Strahlen
tauchen uns in filigranes Gold.
Der Silberfinger der Mondgötting
streicht zart über unser Herz.
Die Nebelfrauen stricken uns aus Träumen
wehende, bebende, lebende Welten.
Das schöne Frühlingsmädchen lacht.
Die Sommermutter wiegt ihr Kind.
Die Herbstalte erzählt von Weisheit und Tod.
Die kleine Winterfee singt vom Anfang aller
Dinge.
Wir singen von Trauer und Freude,
von Lachen und Weinen.
Wir singen von der Ewigkeit.
In unserem Schoß geborgen
die Krone der Schlangenfürstin.
Die Würfel der Zeit rollen dahin
über Berg und Tal, über Mensch und Stein.
Das Wasser des Lebens in unserer Seele.
Die Feder des Adlers im Haar.
Wir sehen Geburt und Tod,
Wandlung und Wiederkehr.
Wir singen vom Kreis im Kreis.
(Verfasser ist mir leider unbekannt)
Geil auf China-Import?
Da ich in letzter Zeit einige Anfragen bekommen habe, bezüglich Billig-T-Shirts, möchte ich jetzt hier einmal direkt Stellung beziehen.
2005 wurden die Exportbeschränkungen für chinesische Textilien aufgehoben. Seitdem überschwemmen Pullover, T-Shirts, Hosen und vieles mehr “made in Fernost” den europäischen Markt. Desweiteren wird z.B. fleissig in der Türkei produziert.
Ob man alleine unter Betrachtung des Aspektes Kinderarbeit und Billiglohn auf sein erworbenes Schnäppchen stolz sein kann?
Mir fiel auf, dass es sogar meist diese “Schnäppchenjäger” sind, die sich im selben Atemzug beschweren, weil Firmen ihren Standort ins Ausland verlegen und man keine oder nur noch schlecht bezahlte Arbeit findet.
Ist Geiz geil???
Ein Hemd für 15 € kostet meist inklusive Produktion, Import und allem Drum und Dran nicht mehr als 3 € (man überlege sich nun, wer und was da alles davon bezahlt werden muss).
Ich habe kein Problem damit, (Jedem das Seine) allerdings widerstrebt es meiner persönlichen Überzeugung, Euch Chinaramsch anzubieten und zu verkaufen, auch wenn man damit ohne weiteres eine Gewinnmarge von sagenhaften 600% erzielen könnte.
Ich halte die Preise im Rahmen und achte auf Qualität bei dem, was ich Euch anbiete. Alles stammt aus sogenannten Hochlohnländern.
Mit dem Verkauf von Billigprodukten würde ich niemandem nutzen, nur noch zusätzlich schaden. Denkt mal drüber nach.
Desweiteren möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich für Euer Vertrauen und die vielen positiven Zuschriften bedanken, die die neuen Motive und Produkte, sowie deren Qualität betreffen. Ich freue mich, wenn Ihr zufrieden seid
Gulbrandsdal
Die Felsen sind steil, die Schlucht ist schmal,
Der Snöhättan blickt auf Gulbrandsdal.
Und weht es im Sommer heiß und schwül,
So halten die Felsen den Talgrund kühl,
Und starrt es im Winter hoch oben von Eis,
So sprüdeln unten die Quellen heiß,
Herbststürme ziehen darüber hin,
Nur Frühling und Friede wohnen darin,
Kein Fieber schleicht, keine Krankheit geht um,
“Tal des Lebens” heißt es drum.
Und die Menschen im Tal verlassen es nie,
Zu hohen Jahren kommen sie,
Keine Last, keine Sorge beugt ihre gestalt,
Sie werden weiß, aber sie werden nicht alt.
Und drei Lebelang sehen dem leben sie zu,
Da sind sie müd und verlangen nach Ruh,
Und sie rufen den Tod, der aber spricht:
“Ihr müßt kommen, ich komme nicht.”
Und sie steigen hinauf. Und zum ersten Mal,
Um zu sterben, lassen sie Gulbrandsdal.
(Fontane)
Vom Blut der Heiden
Ich bin vom Blut der Heiden
Und kann die Gottnatur
In gut und schlecht nicht scheiden:
Sie ist mir Eines nur.
Ihr prägt viel tausend Namen,
Zerlegt bis zum Atom,
Doch alles ist ein Samen,
Ist eines Lebens Strom.
Die Weltenseele schweben
Fühl ich im Tropfenfall,
Im linden Wipfelbeben,
Im Wetterwiderhall.
Sie grub im Vorweltschweigen
Am Fels die Runenschrift,
Flüstert im Blumenneigen
Der freien Alpentrift.
Sie singt im Föhnsturmsausen
Vom Auferstehn der Saat,
Sie ruft im Sturzbachbrausen:
Erlösung ist die Tat!
Ich hab mich selbst gefunden
In jeder Kreatur,
Bin unlösbar verbunden
Ein Teil der Allnatur.
Ein Funken, nie verknistert
Bin ich vom Urlichtschein,
Von Ewigkeit verschwistert
Mit Wald, Getier und Stein.
(unbekannt)









