Archiv für die Kategorie „Bezug andere Religionen“
Geil auf China-Import?
Da ich in letzter Zeit einige Anfragen bekommen habe, bezüglich Billig-T-Shirts, möchte ich jetzt hier einmal direkt Stellung beziehen.
2005 wurden die Exportbeschränkungen für chinesische Textilien aufgehoben. Seitdem überschwemmen Pullover, T-Shirts, Hosen und vieles mehr “made in Fernost” den europäischen Markt. Desweiteren wird z.B. fleissig in der Türkei produziert.
Ob man alleine unter Betrachtung des Aspektes Kinderarbeit und Billiglohn auf sein erworbenes Schnäppchen stolz sein kann?
Mir fiel auf, dass es sogar meist diese “Schnäppchenjäger” sind, die sich im selben Atemzug beschweren, weil Firmen ihren Standort ins Ausland verlegen und man keine oder nur noch schlecht bezahlte Arbeit findet.
Ist Geiz geil???
Ein Hemd für 15 € kostet meist inklusive Produktion, Import und allem Drum und Dran nicht mehr als 3 € (man überlege sich nun, wer und was da alles davon bezahlt werden muss).
Ich habe kein Problem damit, (Jedem das Seine) allerdings widerstrebt es meiner persönlichen Überzeugung, Euch Chinaramsch anzubieten und zu verkaufen, auch wenn man damit ohne weiteres eine Gewinnmarge von sagenhaften 600% erzielen könnte.
Ich halte die Preise im Rahmen und achte auf Qualität bei dem, was ich Euch anbiete. Alles stammt aus sogenannten Hochlohnländern.
Mit dem Verkauf von Billigprodukten würde ich niemandem nutzen, nur noch zusätzlich schaden. Denkt mal drüber nach.
Desweiteren möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich für Euer Vertrauen und die vielen positiven Zuschriften bedanken, die die neuen Motive und Produkte, sowie deren Qualität betreffen. Ich freue mich, wenn Ihr zufrieden seid
USK für religiöse Texte
Ich habe hier einen Artikel gefunden, der sich mit dem Zusammenhang von Gewaltbereitschaft und “heiligen Schriften” befasst. Darin heisst es:
“When God Sanctions Killing. Effects of Scriptural Violence on Aggression”, so der Titel der Studie, in denen Studierende einer amerikanischen und einer niederländischen Universität gewalttätigen religiösen Texten ausgesetzt wurden. Das Ergebnis: auch schriftliche Darstellungen können die Gewaltbereitschaft fördern. Dies gelte besonders für Gläubige.
der Leiter der Studie Brad Bushman erklärte…
…dass Extremisten bevorzugt gewalttätige Passagen in den diversen heiligen Schriften lesen, um ihr Tun zu rechtfertigen. Die Lektüre könne auch zu extremistischen Denkweisen “verführen”: die Gewaltbereitschaft stieg auch bei ungläubigen Probanden, weiterhin betonte Bushman, dass die Auswahl der Studienteilnehmer nicht gerade repräsentativ für Terroristen sei, die Zivilisten ermorden.
Ist nun das “Buch der Bücher” ein Fall für den Jugendschutz?
(Bild und Textquelle:gulli.com)
Praktiken der Kirche l
Ich mag mich heute mit der Kindertaufe auseinander setzen, wie sie von der christlichen Kirche vollzogen wird.
Ein Kind wird geboren. Nach katholischer Lehre ist es für das Neugeborene nun “heilsnotwendig”, getauft zu werden (Kath. Katechismus, Nr. 1277). Die Eltern haben den “Auftrag” (1251), das Kind zur Taufe zu bringen – andernfalls würden sie ihm “die unschätzbare Gnade vorenthalten, Kind Gottes zu werden” (1250). Das Kind würde, wenn es ungetauft stirbt, nicht in die “Anschauung Gottes” gelangen, also nicht in den Himmel, weil die “Erbsünde” weiter an ihm haftet (Neuner-Roos, 526). Auch nach lutherischer Lehre ist die Taufe “heilsnotwendig”, weshalb die Eltern sie dem Kind “nicht vorenthalten” sollten
(das-weisse-pferd.com)
Dieser Psychdruck sollte doch bei den meisten dafür sorgen, das Kind taufen zu lassen. Ohne freie Entscheidung, weil es ja das angeblich Beste ist. Somit sollte der kleine Erdling dann von der “Erbsünde” befreit sein, die er ja schon in sich trägt, wenn er seinen ersten Blick ins grelle Licht der OP-Lampe des Kreissaals richtet. Natürlich ist dann auch das Gewissen der Eltern beruhigt, da sie ja nicht versäumt haben, das eigene Kind davon zu befreien.
Zur Begründung dieser Zeremonie berufen sich die Kirchen auf eine angebliche Äußerung des Jesus von Nazareth, der laut Bibel gesagt haben soll: “Machet alle Menschen zu meinen Jüngern und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes” (Mt. 28, 19). Doch die meisten Wissenschaftler sind der Auffassung, dass genau diese Stelle ein späterer Einschub in die Bibel sein muss, also eine Fälschung. Verdächtig ist vor allem die Anrufung der Dreifaltigkeit – denn diese wurde erst im Jahre 381 dogmatisch festgelegt. Außerdem: Selbst wenn diese Stelle authentisch wäre, so wird sie in der Kirche bewusst falsch ausgelegt. Denn der Satz “Machet sie zu Jüngern” hat im griechischen Urtext die Bedeutung: “Lehret sie”.
(das-weisse-pferd.com)
So, wäre dies nicht spätestens der springende Punkt über dieses Ereignis nachzudenken? Wie sollte man einem Baby die Lehren der christlichen Kirche nahebringen? Ein Studium der Bibel halte ich für äußerst unwahrscheinlich.
Zu Zeiten der Reformation kamen viele auf den Gedanken, dass eine Kindertaufe nicht im Sinne dieser Lehre ist. Fragt man sich nun, warum diese Gedanken wieder verworfen wurden, dann kommt man auf den historischen Hintergrund, dass diese Zweifler verfolgt und hingerichtet wurden.
Nach katholischer Lehre müssen “Seelen, die in schwerer Sünde aus dem Leben scheiden”, in die ewige Hölle. “Sie besteht für die Seelen, die nur mit der Erbsünde behaftet waren [die als "schwere Sünde" gilt], im Verlust der Anschauung Gottes” (Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, S. 530). Damit sind ungetaufte Säuglinge und kleine Kinder gemeint. “Für die Seelen mit persönlichen Sünden” besteht die Hölle darüber hinaus “in der Höllenqual”. Die Gefahr, nicht nur die “Anschauung Gottes” zu verlieren, sondern darüber hinaus für alle Ewigkeit furchtbare Qualen erleiden zu müssen, beginnt für ein ungetauftes Kind demnach in dem Augenblick, in dem es zwischen Gut und Böse unterscheiden und “schwere Sünden” begehen kann.
Neuerdings ergänzt die Kirche hierzu, dass man ungetauft verstorbene Kinder trotzdem der Barmherzigkeit Gottes anempfehle.(das-weisse-pferd.com)
Welch barmherzige Gnade eines liebenden Gottvaters eröffnet sich mir hier.
Schauen wir uns doch auch noch einen Teil einer Rede an. Die Rede eines Pfarrers, der aus der Kirche ausgetreten ist.
…Und nun die Säuglingstaufe: Ich fand es zwar nicht richtig, schon Säuglinge zu taufen. Denn es ist eine Missachtung des freien Willens des Menschen. Schließlich meldet man sein neugeborenes Kind ja auch nicht bei der CSU an oder bei der SPD, sondern man lässt es später selbst entschieden, wie es politisch denken will. Und das sollte man erst recht bei einer so persönlichen Sache wie dem Glauben tun, dem Kind den freien Willen lassen, sich später selbst zu entscheiden. Man kann es ja kirchlich erziehen und ihm alles erklären und zeigen und das Kind in alles einführen. Doch entscheiden muss sich jeder dann zu gegebener Zeit selbst. Und es kommt noch etwas hinzu: Der Säugling kann ja noch gar nicht Buße tun und umkehren. Also wird der ursprüngliche Sinn der Taufe bei der Taufe von Säuglingen völlig verfehlt. Dann heißt es natürlich dazu in der kirchlichen Lehre, dem Säugling werde angeblich die Erbsünde vergeben. Doch ich habe auch nicht jede Verbiegung und Verfälschung der ursprünglichen christlichen Botschaft zum Thema gemacht, und die kirchliche Erklärung dieser Konstruktion habe ich den Eltern der Kinder erspart. Aber grundsätzlich gab es natürlich kein Wenn und Aber: Die Säuglingstaufen mussten sein, da hat niemand nach Hintergründen gefragt, ich musste es tun, es war Dienstauftrag, und ich habe es gemacht. Früher hätte man mich hingerichtet, wenn ich es nicht getan hätte. Wir, d. h. die Eltern und ich, haben dann einfach etwas Gutes daraus gemacht, wo jeder dahinter stehen konnte. Wir beteten z. B. darum, dass der Säugling später dieses Geschenk der Kraft und Liebe Gottes kennen lernen und in eigener freier Entscheidung annehmen kann…
(theologe.de)
Es war vor allem Paulus, der die Taufe propagierte – wobei auch er sich nicht auf einen Taufbefehl Jesu berief. Erst nach Paulus, gegen Ende des zweiten Jahrhunderts, wurde die Kindertaufe eingeführt, die sich ab dem sechsten Jahrhundert allgemein durchsetzte. Wie sehr die Kirche auf der Vereinnahmung unmündiger Kinder besteht, belegt auch das Vorgehen gegen die sog. Wiedertäufer zu Zeiten Luthers. Die Wiedertäufer wurden vor allem wegen ihrer Praxis der Erwachsenentaufe auf den Scheiterhaufen gebracht. Noch heute werden katholische Religionslehrer und lutherische Pfarrer vom Dienst suspendiert, wenn sie die Kindertaufe ablehnen.
(nach Deschner (a.a.O., S. 262) )
Wir erinnern uns an obige Passage, was die christliche Lehre besagt: “Lehret alle Menschen” und nicht: “Macht sie zu Jüngern”. Dies macht einen wesentlicher Unterschied. Die unzähligen “Zwangs”-Christianisierten der nachfolgenden Jahrhunderte zeugen von dieser Auslegung.
Was ist im Gegensatz zu der christlichen Taufe, die heidnische Taufe – die Wasserweihe? lesen Sie >hier<











