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Heimskringla die schönsten und wichtigsten Königssagen des nordischen Mittelalters

In Snorri Sturlusons monumentalem Werk »Heimskringla« begegnen uns die schönsten und wichtigsten Königssagen des nordischen Mittelalters, beginnend mit der Ynglinga-Saga über die mythische Urgeschichte des Nordens, sich fortsetzend in mehr als einem Dutzend großartiger, literarisch eigenständiger und chronologisch zusammenhängender Königssagen, die bis in die Zeit um 1177 reichen.
Dialogreich und spannend erzählt sind diese Sagen, in deren Zentrum die berühmte und sehr umfangreiche Olavs-Saga steht.
Heiliger Holunder
Der Holunder ist der heilige Strauch der Göttin Holle, einem Aspekt der Erdgöttin Frigg. Er gilt als Lebens- und Sippenbaum und neben jedem Haus, das gebaut wurde, wurde er gepflanzt, denn in ihm wohnt der gute Geist und Beschützer des Hauses, der Sippen- und Vegetationsgeist Frau Ehlhorn. Die Germanen brachten zu seinen Füßen das Disenopfer aus Brot, Milch und Bier dar.
Quelle: mittgard.de
Der Holunder spielte schon vor Jahrtausenden eine wichtige Rolle in der Heilkunde.
Schon Hippokrates aus Griechenland, der 460-377 v. Chr. lebte pries die Heilkraft des Holunders. Er nannte ihn gar einen Medizinschrank. Gegen Verstopfung, Wassersucht und Frauenbeschwerden wurde der Holunder von Hippokrates empfohlen, Anwendungen, die auch heute noch für den Holunder typisch sind.
Auch Theophrastus von Eresos, Plinius der Ältere und Dioskurides beschrieben und würdigten den Holunder.
Nördlich der Alpen galt der Holunder den Kelten und Germanen als heiliger Baum, der die Göttin verkörperte. Im Holunder sollten die guten Hausgeister wohnen und das Haus und seine Bewohner vor Schaden bewahren.
Daher sollte man den Holunder auch weder beschneiden noch fällen, denn durch die Entfernung des Holunders beraubte man die guten Hausgeister ihrer Wohnstätte.
Wenn sich das Fällen eines Holunders nicht vermeiden liess, musste man ihn mit folgenden Worten um Verzeihung bitten:
“Frau Ellhorn, gib mir von deinem Holz, so will ich dir auch von meinem geben, wenn es wächst im Walde.”
Nur Witwen und Waisen waren angeblich in der Lage, ungestraft Holunderholz zu schneiden, denn sie waren sowieso schon vom Tod gezeichnet.
Ausser zu Heilzwecken wurde der Holunder auch zu zahlreichen magischen Zwecken verwendet.
Daher erstaunt es kaum, dass der Holunder im Rahmen der Christianisierung etwas in Verruf geriet. Aus dem heiligen Baum wurde plötzlich ein Baum des Teufels. So schrieb auch Hildegard von Bingen, dass der Holunder kaum zur Anwendung beim Menschen tauge.Quelle: heilkraeuter.de
Glauben heißt nicht wissen…
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Foto: fireball2912, „Stonehenge“ Some rights reserved. Quelle: piqs.de










